20.02.16

1:38 UhrNicky bettelt so lange bis ich sie in unser Bett lasse. Klingt alltäglich; ist bei uns aber eine Premiere. Sowohl, dass ein Mäuschen bettelt, als auch, dass es bei uns schlafen darf. Ich nehme ihr also das Versprechen ab, dass es nur diese eine Nacht ist und dass sie es nicht ihren Schwestern verraten darf. (Die nächsten Tage werden uns zeigen, wie naiv das von mir war.) Wir dackeln beide ins Ehebett, lauschen Papas markerschütterndem Schnarchen und wie bei einer Selbsthypnose schlafen wir vom Augenrollen ein...3:06 UhrIch versuche mich umzudrehen. Und scheitere kläglich. Der kleine Bettlandräuber wird wach und streckt seinen Arm auf meiner Bettseite aus. Wo zum Kuckuck soll ich mich nu hinlegen? Vorsichtig lege ich ihren Arm auf ihre Brust. Mmh. Klappt. Misstrauisch lege ich mich zurecht und schlafe wieder ein...3:52 UhrHä? Was is los? Autsch. Was zum... Ihre Beinchen bohren sich in meinen Rücken. Grrr. Ich richte mich auf und stelle danach stolz fest, dass ich nicht aus dem Bett gefallen bin. Oh Wunder. Denn Zickchen hat sich von Papas Schulterblatt bis zu Mamas Bauch ausgebreitet. Quer. Ich schubse an ihren Beinen rum. Sobald ich sie loslasse, schnellen sie zurück. Ich halte sie also fest und drapiere mich geschickt drumrum...5:23 Uhr Nicky is wach. Also wach wach. So mit Augen auf, Kopf an und Mund in voller Fahrt. "Mama ich will aufstehen". Ich reiße entsetzt die Augen auf: "Nee!!!" Stille. Dann: "Ich will Bibi und Tina gucken." Ich rolle die Augen: "Neehee. Es is Nacht." Sie jammert. Sie quengelt. Sie mault. Sie is schlichtweg laut. Verräterisch laut. Wenn sie jetzt ihre Schwestern weckt, bin ich verraten. Vom Ende der Nacht mal ganz abgesehen. Nach langen Diskussionen, bei denen mir klar wird, wir laut, quäkig, nervtötend so eine zuckersüße Kinderstimme in der Stille der Nacht (von Papas Gesäge abgesehen) ist, legt sie sich tatsächlich wieder hin und: SCHWEIGT. Mein Misstrauen könnte nicht größer sein. Es bleibt leise. Ich wage es, dem Braten zu trauen, lege mich hin und schließe Augen...6:21 UhrEs jault von drüben. Manchmal kann man im ersten Moment nicht ausmachen, ob sie heulen, quengeln oder jauchzen. Nach und nach jedenfalls wird mir klar, dass sie mir mitteilen will, dass sie eingepullert hat. Einmal Umziehen später liegt Nina zwischen Papa und Nicky im Bett und ich mach auf meinem Kindle "Mary Poppins" für sie an. 6:47 UhrHanna fällt auf, dass es für diese Uhrzeit verdächtig ruhig im Kinderschlafzimmer ist. Sie brubbelt vor sich hin. Und ich mache das blödeste, was ich nur hätte tun können: ich stehe auf. Kaum hebt mein Hinterteil von der Matratze ab, hat sich Nicky schon meinen Rest vom Bett zu eigen gemacht. Resignierend trotte ich zu Hanna um sie rüberzuholen. Sobald sie merkt, wo es hin geht, rennt sie vor, wurschtelt sich zwischen ihre Schwestern und ich habe keinerlei Chance mehr. Und nun:Ich liege am Fußende meines Bettteils diagonal über der Ecke. Über mir ein kleiner Teil meiner Decke und in meiner Hüfte sechs Füße. So langsam fängt es an unruhig zu werden und so wird es wohl langsam ans Aufstehen gehen. Und ich frag mich, soll ich genervt oder erleichtert sein...

20.2.16 08:29

Letzte Einträge: 17.01.16, 19.02.16

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