16.10.14

Ninas langer Weg zur Kita...

Was? Hä? Och nee. Schon aufstehen? Tatsächlich. "Guten Morgen, Ladies!", trällert Mama und knipst das Licht an. Igitt - so hell. "Och nö", denke ich, kugel mich zusammen und rolle mich vom Licht weg. Schnell einen Hasi geschnappt und noch ne Runde mit ihm kuscheln. Oh, ich hab Hasi so lieb. Deshalb hab ich auch vier davon. Die schnuppern so gut. Mama sagt, sie schnuppern nach mir. Ich weis nich, aber ich mag es. Kurz lauschen - Mama holt erst Nicki. Gut so. Dann kann ich noch ein bisschen drummeln. Aber schon ist sie wieder bei da. Sie säuselt: "Guten Morgen, mein Engelchen." und entrollt mich. Als ich auf dem Rücken liege, beginnt sie den Schlafsack zu öffnen. Ich murre und dreh mich weg, denn ein bisschen will ich Mama noch necken. Aber Mama is nicht nach rumalbern, also geht sie zu Hanna. Das passt mir gar nicht. Ich murre. Sie trägt Hanna raus. Ich jammer. Ich hör sie weit entfernt die Treppe runter gehen. Ich stell mich hin und weine. "Mamaaa!", heule ich und da ist sie wieder. Schon geht es mir besser. Sie macht drüben in ihrem Zimmer das Fenster auf. Ich deute auf unseres. Sie lacht, nickt und macht auch unser Fenster auf. Dann kommt sie zu mir und schnell schmeiße mich auf den Rücken, bereit den Schlafsack herzugeben. Mama macht ihn auf und nimmt mir den Tutti aus dem Mund. Das mag ich gar nicht, aber ich weine nicht mehr deswegen. Mama stapelt mir meine fünf Hasis auf die Brust und nimmt mich auf ihren Arm. Ja, streng genommen sind es fünf Hasen. Aber quasi Vierlinge plus eins. Der Fünfte sieht anders aus. Ich nenne ihn Teddy, aber weil Hanna auch einen Teddy hat, heißt meine Nummer 5 Teddyhasi. Auf Mamas Arm grinse ich und Mama grinst zurück. Ich schlinge meine Arme, so gut es mit den fünf Hasen dazwischen eben geht, um Mamas Hals. Sie schnurrt. Ich liebe es, wenn sie so schnurrt, wenn ich sie umarme. Ich glaub, sie steht da total drauf. Papi auch. Wo ist der eigentlich? "Papa?", frag ich Mama. "Papa is schon arbeiten.", sagt sie. Ah. Kurz überlegen. Wenn Papa morgens arbeiten ist, ist er abends bei mir. Ok, das gefällt mir. Nun geht's die Treppe runter. Manchmal wartet da schon die Oma, aber nie, wenn ich Bummelletzter bin. Heute trägt mich also Mama bis ins Kuschelzimmer, legt mich auf ein Kissen und gibt mir meinen Möhrchensaft. Heut hab ich richtig Durst und trinke alles leer. "Alle alle", sag ich und strecke Mama die Flasche hin. Dann setze ich mich auf und schaue mich um. Wo ist das nächste Spielzeug? Ah, da liegt ein Auto. Meins! Mama hat sich mit zu mir gesetzt und zieht mich nun an sich heran. Sie setzt mir eine Maske aufs Gesicht und ich muss ein paar Mal da durch atmen. "Mezidin" nennt sie das. Und dann nimmt sie das Ding wieder weg. Schade eigentlich, ich würd so gern mal damit spielen. Aber nun hab ich ja mein Auto. Oh, Oma bringt Nicki. Schnell mein Auto verstecken. Sie klaut mir ständig alles. Aber Oma nimmt mich mit und mein Auto auch. Oh, den Hasi möcht ich aber auch. "Hasi", sag ich und Oma bückt sich ächzend und gibt mir einen Hasi. EINEN. "Hasi", sag ich. Mama reicht mir einen weiteren. Mmh. Nun hab ich zwei. Wo ist der Rest?  Aber Oma hat keine Geduld. Sie nimmt mich mit zum Wickeln und zieht mich ein bisschen an. Den Rest zieht Mama mir im Kuschelzimmer an. Nicki und Hanna stehen schon in Jacke und Mütze bereit. Mama beeilt sich. Und dann stiefel ich hinter den anderen her an Mamas Hand in den Flur. Vorbei an dem Spielzeug. Mmh. Nein halt. Das da will ich mitnehmen. Oder nein; lieber das da. Was ist das überhaupt? Ach so, nee, das is doof. Doch lieber das andere. Wo hab ich das jetzt hingelegt? "Nina, komm", sagt Mama. Momentchen noch. Ach egal, ich nehm das. Und das. Und das. "Nina-Schatz, komm mit". Mama is schon vorne an der Haustür. Ich tappel hin und grinse sie stolz an. Sie staunt nicht schlecht, als sie sieht, was ich alles auf einmal tragen kann. Ich setz mich unten auf die Treppe und Mama beginnt mir die Schuhe anzuziehen. Die lila Stiefelchen. Och nö, ich mag lieber die rosa Turnschuhe. Ich ziehe meinen Fuß weg und reiche Mama die richtigen Schuhe. "Nein, wir ziehen die hier an". Wir? Ich muss damit rumlaufen! Nicht du! Aber das kapiert Mama sowieso nicht. Manchmal mag ich die ja auch. Aber heute is mir nach rosa. Ich stänker noch ein bisschen mit Mama. Dann schließt sie die Augen und schnauft tief ein und aus. Au Backe. Gleich wird sie böse mit mir. Nein. Ich mag es gar nicht, wenn Mama böse mit mir ist, also strecke ich meinen Fuß hin und Mama zieht die doofen Stiefelchen an. Dann reicht sie mir die Hand und ich tappel mit ihr los. Und da fällt mir ein, dass Hanna und Nicki schon bei Opas Auto sind. Sie haben sich bestimmt schon den besten Platz gesichert. Sowas doofes aber auch. Als wir am Auto ankommen, sehe ich, dass nur noch hinten etwas frei ist. Dachte ich es mir doch. Ich murre als mich Mama in den Sitz setzt. Von meinem Spielzeugberg ist auch nicht mehr viel übrig. Manchmal glaub ich, dass Mama mir das heimlich stibitzt, weil ich immer alles in der Kita vergesse. Mmh. Aber ein bisschen hab ich noch. Mama schnallt mich an und schließt die Tür. Und schon geht's los. Opa fährt. Er macht Musik an. Mmh. Weiß nich so recht. Wenn Papa fährt, is die Musik besser. Nicki guckt neben mir auch etwas verstört. "Mmh, ich muss mir Opa mal zur Brust nehmen.", denke ich noch, aber da sind wir schon da. Oma öffnet die Tür. Und da ist auch wieder die Mama. Oma macht den Gurt ab und gibt mich zu Mama. Ich schling ihr wieder die Arme um den Hals. Irgendwie hab ich jetzt nur noch ein Spielzeug. Na sowas. Hanna kommt auf Mamas anderen Arm und Mama stapft los in die Kita. Ich darf eine Tür aufmachen und Hanna eine andere. Mama freut  sich total, wenn wir ihr helfen. In der Garderobe angekommen, setzt uns Mama schnaufend ab. Es is ein anderes Schnaufen als das vorhin. Sie is auch ganz nass im Gesicht. Hab ich was verpasst? Hat doch gar nicht geregnet. Mmh. Na egal. Da kommt auch schon Oma mit Nicki und unseren Rucksäcken. Gleich mal hin und Oma helfen. Ich mach einen Rucksack auf und entdecke zwei Dosen. Ich weiß, die blaue ist für's Frühstück, also nehme ich die andere, die wir erst nach dem Mittagsschlaf auf machen dürfen, raus und lege sie in die Kiste, in die Oma sie morgens immer legt. Den Rucksack mit der anderen Dose nehm ich mit in unseren Gruppenraum, denn bald ist Frühstück. Oh, da kommt auch schon die Nelli. Nelli is neu hier. Sie is gaaanz groß. Größer als Mami. Und sie hat einen Metallgnubbel am Mund. Maike hat das nicht. Dafür hat Maike ganz helle Haare und lacht und grinst den ganzen Tag. Das mag ich so an ihr. Mal schmulen, ob sie schon da ist. Nö. Naja, dann geh ich halt nochmal zu Mama. Die ruft sowieso schon die ganze Zeit nach mir. Jacke und Mütze ausziehen und hinsetzen. Mama zieht mir die Stiefelchen wieder aus. Na sag ich doch, die sehen doof aus. Ja, ok, dann schon lieber die Hausschuhe. So, fertig. Jetzt schnell spielen gehen. Nicki ist schon drin und Hanna klammert sich bei Mama fest und weint, weil Mama nicht mit uns mitspielen darf. Ich find das auch doof. Ist doch genug Spielzeug da. Aber wenn Mama mitspielt, wollen die Mamas und Papas von den anderen Kindern vielleicht auch mitspielen und dann wird es knapp. Ich weiß also, dass Mama, auch wenn es ihr  schwer fällt, nur nicht mitspielt, damit wir das ganze Spielzeug für uns haben. Aber was macht Mama eigentlich, nachdem sie uns hier abgesetzt hat? Arbeiten sagt sie. Ob Mama auch Müllauto fährt so wie der Papa? Papas Auto hab ich mal gesehen. Das ist viiiel größer als alle anderen Autos und es schnauft wie Mama, wenn sie uns getragen hat. Und es blinkt oben am Kopf, wie bei der Pozilei. Hinten passt ganz viel rein und vorne darf nur mein Papa sitzen. Der andere Mann, der mit Papa zusammen arbeitet, darf nur hinten am Müllauto anfassen und sich auf ein kleines Dings stellen. Oft ärgert Papa ihn und fährt los, wenn er noch gar nicht drauf steht. Dann rennt er hinterher und wirft mit Säcken nach Papas Auto. Wie ein kleines bockiges Kind. Der Papa is aber auch ein Schelm...

Ninas langer Weg ins Bett...

Ein langer Tag liegt hinter mir. Gerade versuche ich einen Stein in so ein Dings zu drücken. Puuuh, ein hartes Stück Arbeit. Wo rennt denn Hanna jetzt hin? Oh, die Mama ist da. Und oooh, der Papaaa! Schnell wetze ich hin. Plumps! Das war zu schnell. Fix aufrichten und weiter geht's. Weg da, Nicki. Nein, Papa, nich die Nicki! MICH sollst du hochnehmen. Mich mich mich. Aber Nicki hatte zu viel Vorsprung. Menno. Na dann eben zu Mama. Mama nimmt mich hoch. Ich will gerade die Arme um sie schlingen, aber was seh ich denn da? Hanna spielt mit meinem Spielzeug. Lass mich runter Mama. Sofort. Ich winde mich auf Mamas Arm bis sie mich absetzt und schon renne ich hinter Hanna her. "Hanna!", sag ich. "Hi Hi", sagt Hanna. Oh wie gemein. Na dann eben wieder zu Mama. Wo ist die denn nun schonwieder hin? Ich höre Papas Stimme. Ah, in der Garderobe sind sie. Ich gehe hinein, setze mich brav hin und lasse es über mich ergehen, dass mir Mama wieder diese doofen Stiefelchen anzieht. Papa sammelt inzwischen die Dosen ein und stopft sie in die Rucksäcke. In einer Dose is noch fast alles drin. Er meckert und guckt mich an. Ich gucke schnell weg. Ja, da war aber auch wieder nur Mist drin. Echt! Jetzt schnell Jacke an und Mütze auf den Kopf und durchstarten. Ich will zuerst am Auto sein. Die anderen bummeln eh noch. Mama schnauft wieder so komisch. Nicki scheint wohl grad echt bockig zu sein. Gut so! Die macht mir meinen Platz nicht streitig. Papa trägt Hanna und greift jetzt auch nach mir. Mist; zeitgleich mit Hanna am Auto ankommen ist auch doof. Ich brauche ein Ablenkungsmanöver. Ich winde mich und Papa setzt mich wieder ab. Mittlerweile sind wir draußen. Ich knie mich auf den nassen Boden und fange an zu krabbeln. Der Plan geht auf, denn alle Affen machen nach. Hanna windet sich auf Papas Arm und wird auch abgesetzt. Sie kniet sich hin und krabbelt mir hinterher. Papa überholt uns und macht die Tür auf. Ich steh auf, recke Papa die Arme entgegen und er nimmt mich hoch. "Auto!", sage ich. "Ja, Auto. Aber wir müssen noch auf deine Schwester warten!", sagt Papa. Ich fass es nicht. Hanna krabbelt immer noch. Na, das kann ja dauern. Aber Papa ist auch ungeduldig. Er schnappt sich Hanna und wir laufen los zum Auto. Mama mit Nicki auf dem Arm hat uns inzwischen eingeholt. Na klasse! Wir kommen alle gleichzeitig am Auto an. Und dann setzen sie uns auch noch gleichzeitig ab. Mist! Ich stürze zur Tür. Nicki und Hanna dicht neben mir. Hanna schubst mich. Fräulein,  was ist das denn? Sowas macht man nicht, sagt Mama. Geh da weg! Ich berühre vorsichtig ihre Brust und sie stolpert unglücklich nach hinten auf ihren Po. Ups! Na mir egal. Die Tür geht auf. Ich krabbel los. Nicki murrt und zickt hinter mir - HINTER mir! Ich steuere zielsicher auf den mittleren Sitz in der mittleren Reihe zu, von dem aus ich zwischen Mama und Papa nach vorne schauen kann. Und weil die anderen hinten sitzen, kann man auch zu den Seiten alles sehen. Ich hab gewonnen und lasse mich auf den Sitz plumpsen. Aufgeregt hopse ich hin und her. Von mir aus kann's losgehen. Aber nein, Hanna-Baby und Nicki-Baby müssen noch hingesetzt werden. Passt ihnen wohl nicht. Mir egal. Wir fahren los und ich schaue aus den Fenstern. Oh, da ist ein Hund. Oooh, ich find die so toll. "Wauwau", sag ich. Ich bin völlig aus dem Häuschen und belle den Rest des Weges. Hanna und Nicki machen auch mit. Das ist ein Spaß. Als wir zu Hause ankommen, holt mich Papa aus meinem Sitz und trägt mich bis in den Hausflur. Überhaupt tragen die mich den ganzen Tag durch die Gegend. Ich kann doch alleine laufen. Und dann können wir auch so schön Fangen spielen. Darin werd ich immer besser. Aber jetzt bin ich langsam müde und Tragen ist mir schon lieber. Papa zieht mir Stiefel und Jacke aus, wundert sich wo die Mütze ist, gibt aber schnell auf und ab geht's in die Küche. Unterwegs hab ich ihm noch seinen Schlüssel stibitzt. In meinem Füttersitz am Abendbrottisch nehme ich ihn unter die Lupe. Papa zeigt mir so ein Dings, das da dran baumelt. Wenn man da drauf drückt, kommt Licht raus. Toll! Nach einer Weile sitzen auch die anderen schon am Tisch. Was schnuppert denn hier so gut? Ich lass den Schlüssel fallen. Ich habe einen Bärenhunger. Hoffentlich gibt es jetzt was Besseres. Mama stellt mir mein Tellerchen hin und gibt mir meinen Löffel. Aha. Pampe mit Soße. Ich liebe Pampe mit Soße. Ich stopfe mich voll. Ab und zu geht was daneben und Papa murrt. Aber egal. "Tatsi", sag ich und Papa gibt mir eine Tasse mit, ähm, was ist das? Is da überhaupt was drin? "Wasser", sagt Nicki. "Ja, fein Nicki! Wasser! Genau!", sagen Mama und Papa. Streber! Ich stecke mal vorsichtig den Pampelöffel rein. Oh! Jetzt schwebt die Pampe von meinem Löffel mitten in der Tasse. Mmh. Ich greife danach. Igitt! Total nass. Ich jammer und strecke Papa die Hand entgegen und er macht sie sauber. Ich schaue in die Tasse. Immer noch nix drin. Also kann ich ja reingreifen. Oh. Wieder nass. Mmh. Ich beschließe,  mir gleich den Mund zu putzen, schmiere mit der Hand über's Gesicht und lache Papa stolz an. Er schüttelt den Kopf. Tja, da staunste, wa? Ich bemerke, dass auch der Tisch dreckig ist also kippe ich das Streber-Wasser aus meiner Tasse aus und wische mit der Hand den Tisch ab. Mama beginnt zu schnaufen. Alle Affen machen nach und Nicki und Hanna kippen ihre Tassen auch aus. Mama schnauft noch mehr. Offenbar will sie lieber allein sauber machen. Na bitte, dann eben nicht. Mama geht mit mir ins Bad zum Händewaschen und dann in die Stube zum Wickelplatz. Sie nimmt eine Windel für mich und zwei für die Affen raus. Weil sie mich noch immer auf dem Arm hat, kann ich in das Fach mit den Tuttis sehen, die wir am Wochenende zum Mittagsschlaf bekommen. Und plötzlich merke ich, wie müde ich bin und dass ich nichts lieber als diesen einen Tutti haben will. "Tutti", sag ich. "Nein", sagt Mama. "Tutti" - "Nein, erst im Bett." - "Tutttiii", jaule ich als ich schon auf dem Wickelplatz liege. Tränen kullern mir in die Ohren. "Tutti. Tuttiii!", wimmere ich. Papa kommt. Er guckt Mama an. Mama nickt. Ich halte inne und hoffe ganz ganz dolle und jaaa, Papa gibt mir den Tutti. Ich stopf ihn mir schnell in den Mund und atme auf. Aaauuuf. Oh ist das schön. Warum nehmen die mir den immer wieder weg? Ich mag ihn sooo sehr.  Schiefe Zähne soll man davon kriegen, sagt Mama. Aber die kann ich doch hinterm Tutti verstecken. Aber auch das versteht Mama nicht. Inzwischen sitz ich bei Papa aufm Schoß im Kuschelzimmer. Naja, ich hänge mehr, als dass ich sitze. Hanna bringt mir einen Hasi. Oh wie lieb von ihr. Jetzt tut mir das schubsen leid. Ich senke meinen Kopf an Papas Bauch und schließe schon mal ein bisschen die Augen. "Milch", trällert Mama. Nicki wetzt ganz aufgeregt hin. Woher nimmt sie um diese Zeit nur den Elan. Papa sichert mir meine Flasche. Müde mache ich den Mund auf und schrecke hoch, als ich merke, dass der Tutti raus fällt. "Papa hat schon", sagt Papa, gibt mir meinen Tutti und ich sinke erleichtert zurück in seinen Arm und an seinen Bauch. Ich trinke meine Milch. Viel passt aber nicht mehr rein, also reiche Mama die Flasche und rolle mich auf Papas Schoß zusammen. Ich höre wie Mama Nicki zum Zubettgehen überreden will. Irgendwann gewinnt sie. Ach, ist das schön bei Papa. Er streichelt mir den Kopf und durch die Haare. Herrlich. Dann sagt er leise: "Komm Nina, ab ins Bett.". Endlich. Ich stehe auf und wanke zur Tür. Papa sammelt meine Hasen und folgt mir. Ich tapse durch die Stube und sehe wie morgens das Spielzeug. Egal. Bett! Ich tappel bis zur Treppe, gucke hoch und recke die Arme nach Papa aus. Er trägt mich hoch. Ich kann das auch allein, aber nicht mehr heute. Oben lässt er mich runter. Ich kann allein zum Bett laufen. Ich bin doch schon groß. Müde, aber sooo groß. Ich geh kurz zu Nickis Bett. Sie liegt und streichelt ihre Puppe. Dann kurz zu Hanna, die grade von Mama hingelegt wird. Ich greife durch die Gitterstäbe und klaue ihr einen Tutti. Sie hat sowieso zu viele im Bett. "Komm Nina!", flüstert Papa und nimmt mich hoch. Mama will noch einen Kussi. Na wenn’s denn sein muss. Ich nehm den Tutti raus und knutsche Mama und dann Papa. Tutti wieder rein und schon liege ich im Bett. Papa legt mir meine Hasen auf die Brust und säuselt noch was, aber ich höre schon gar nicht mehr richtig hin. Eine Melodie kann ich hören und Hannas und Nickis Atmen. Sie passen die ganze Nacht auf mich auf, das weiß ich ganz genau. Ich schlafe ruhig ein und träume, dass Mama Papas Müllauto fährt und Papa rennt hinterher. Am Straßenrand liegt das Spielzeug, das ich morgens verloren habe. Oh. So viel war das? Sie sammeln alles ein und fahren damit weg. Bestimmt sind sie froh, dass sie nun ein paar Spielzeuge für sich haben. Morgen lasse ich ihnen wieder was liegen. Versprochen...

8.3.15 22:11

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