22.02.15

Am Abendbrottisch. Die Kids essen frische Brezeln, Gurke und Banane. Naja, essen ist vielleicht etwas übertrieben. Sie zerrupfen die Brezeln, bohren mit ihren Fingerchen Löcher rein, präsentieren sie wahlweise als Ring oder Armband, knabbern fein säuberlich das Innere aus den Gurken und der Rest geht zusammen mit den Bananenschalen retour zu Mama. Also auf Umwegen. Mama hebt ja auf, was die Kids runterschmeißen. Angeblich sollen sie in der Kita ja prima Tischmanieren haben. Offenbar schluckt der Teppich im Kitaflur diese drei Schlingel, verwahrt sie für den Tag im Keller oder wo auch immer und spuckt völlig andere Kinder in die Gruppen... Aber zurück zum Gelage. Mama macht nebenbei die Brotdosen für den nächsten Tag. Papa bietet seine Hilfe an, also kriegt er die Äpfel und einen Sparschäler in die Hand gedrückt. Nicki: "Papa auch Schlange?". Mama, die sonst die Apfelschale in einem Stück als Schlange runterschält und damit die Attraktion des Abends liefert, sagt: "Papa kann das gar nicht.". Papa lacht müde: "Papa kann das, er hat nur gerade keine Lust dazu!". Leicht angesäuert beginnt er den Apfel in Streifen zu schälen. Scheinbar will er die Kinder mit Tempo statt Kreativität beeindrucken, jedenfalls lässt er das Messer über den Apfel sausen. Plötzlich ein markerschütterndes Bärengebrüll, gefolgt von wilden Flüchen. Nicki war zum Glück zu geschockt um, wie üblich, alles nachzuplappern. Was war passiert? Papa hat sich den Fingernagel halb abgeschält. Mama verdreht die Augen. Papa auch. Er wohl aber eher wegen einer nahenden Ohnmacht auf Grund des Blutverlustes. Mama holt ein feuchtes Tuch, guckt, stutzt: "Blutet ja gar nich...". Papa windet sich vor Schmerzen. Mama: "Willste so'n komisches Fingerkuppenpflaster?". Papa wimmert ein "Ja...". Mama verschwindet im Bad. Papa holt währenddessen alles Mitleid ein, was ihm die kleinen Mädchen bieten können. Ächzend und zitternd hält er ihnen den Finger hin und sie pusten, machen "Oh!" und versuchen drüber zu streichen, was Papa mit schmerzverzehrtem Gesicht und einem scharfen Einatmen quittiert. Mama: "Finger her!". Papa: "Boa, guck ma!". Sieht schon eklig aus. Mama packt das Pflaster aus: "Deine Kuppe is viel zu groß...". Papa stutzt und guckt Mama mit hochgezogenen Augenbrauen an. Mama verdreht die Augen, klebt das Pflaster rauf, setzt sich und geht wieder zur Tagesordnung über. Papa hält den Finger hoch, atmet unregelmäßig und sagt: "Ey, ick bin ja keen Weichei...". Mama lenkt ein: "Ja, is schon ne beschissene Stelle. Puckert dolle, wa? Willste ne Schmerztablette?"; Letzteres nicht ganz ernst gemeint. Papa jedoch: "Haben wa noch Ibu 800?". Mama reißt die Augen auf: "Jetz ironierste aber!". Papa grummelt und schleppt sich zum Medizinschrank. Mama zu den Kids: "Papi is ein Mädchen!". Nicki: "Papi Mädchen!". Papa: "Kriegt euch ein, wir haben eh nur noch 600er... Und du sei mal ganz still - vier Wochen Urlaub wegen nem gebrochenen kleinen Finger. Lächerlich!". Mama entsetzt: "Urlaub? Ick gloobe mir hackt ditt...". Papa: "Naja, hast doch nüscht jemacht...". Mama kocht: "Hätt ick den Garten  umgrabn solln?". Papa: "Inna ersten Woche ja. Für die anderen drei hätte ich noch mehr Aufgaben gehabt.". Mama läuft knallrot an: "Wer is'n hier der Mann im Haus?". Papa mit überlegenem Grinsen: "Du! Ich bin nur ein Mädchen.".

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19.02.15

Same procedure as every year

 

Heut stand SPZ in der Charité Virchow auf'm Plan. Frühchennachsorge. Zweieinhalb Stunden Untersuchung. Noch vor'm Verlassen des Klinikgeländes waren zwei von drei eingepennt. Eine folgte noch vor dem nächsten Abbiegen und letztendlich auch der Papa. Mami is übrigens gefahren (Habt ihr's im Radio gehört? ;-) ) und Onkel Tommi hat hinten bei den Kids gezittert. Leugne nicht, ich hab die Zähne aufeinanderschlagen hören.

 

Alle drei topp. Aber wie jedes Jahr wird man demütig...

 

Die Flure voll mit anderen kleinen Patienten. Down-Syndrom, Gehbehinderungen, Rollstühle, ein Mädchen sogar in einer Art Liegerollstuhl...

 

Wir sind so dankbar, wie gut das Abenteuer "Drillingskugel" ausgegangen ist. Wir haben der Charité Mitte drei zauberhafte und vor allem gesunde Kinder zu verdanken. Sie tobten über die Flure und steckten mit ihrer Fröhlichkeit Große und Kleine an. Sie sind Geschenke des Schicksals und nichts sollte anders sein. So stressig und grenzwertig es oft ist; ich möchte nichts anderes als Drillinge haben. Nicht eins, nicht zwei, nicht drei hintereinander. Sie sind perfekt. Die kleinen Plagegeister...

 

Danach noch fix zu Mc D. für ihr erstes Happy Meal. Zum Glück haben wir's mit nach Hause genommen. Was für eine Schweinerei. Wie lernt so ein kleiner Mops, dass man eine Caprisonne nicht unten festhalten sollte? Richtig, durch Erfahrung. Wie prüft man, ob in der Schachtel noch was drin is, wenn man keinen Bock zum gucken hat? Richtig, ausschütten. So ein Küchentisch wird dann leicht mal zu klein, aber egal, da is ja ne Menge Fußboden drumrum. Den Dip kann man übrigens auch trinken. Und als Tischpolitur verwenden. Und als Gesichtsmaske. Und schlussendlich um dem Oberteil ein ganz neues Design zu verpassen. Tatsächlich gegessen hat jede vielleicht ein Nugget und zwei Pommes. Aber sie hatten ne Menge Spaß. Die kleinen Plagegeister...

8.3.15 22:19, kommentieren

14.02.15

Um 5:21 Uhr kräht es wie ein übereifriger Hahn aus dem Kinderzimmer. 'Die kriegt sich schon wieder ein.', denkt sich Mama, dreht sich um und mummelt sich in die Decke. Nix da - Nikolinchen schreit sich ein. "Mamiii!!!". Klasse! Mama rollt sich aus'm Bett und schleicht zum ach so geliebten Töchterlein. Da hockt es, brüllt, streckt die Arme aus: "Mamiiii!!!". Mama kniet sich neben das Bett und das Scheißerchen wirft sich ihr an den Hals. Au wei, wie kommt die Mama da jetzt wieder raus? Mit ins Bett nehmen geht noch nicht, dann kommen Trick und Track hinterher. Also wieder zum Schlafen bringen. Ein Ding der Unmöglichkeit. Es wird gestreichelt, gesäuselt, auf das Kind eingeredet, aber es hilft nix. Sie will Mama nicht ziehen lassen. Jammert und winselt. 'Das kann Mama auch!', denkt sie sich und startet einen letzten verzweifelten Versuch. Sie jammert und winselt. Nicki verstummt. "Mama?", fragt sie verdutzt. Mama schluchzt und wimmert lauter. Nicki streichelt Mama das Gesicht: "Mama aua?". Mama mit tränenerstickter Stimme: "Mama müde... Darf Mama bitte ins Bett?". Und Töchterchen nickt. Kurz stockt Mama der Atem. Dann denkt sie sich: Nen Versuch isses wert.'. Sie wimmert unterwürfig ein "Danke", täschelt dem Nikolinchen den Kopf und schlürft davon. Kein Laut hinter ihr. Ein Blick ins Babyphone verrät ihr, dass das Mäuschen wohl selbst nicht weiß, was sie Mama da eben gestattet hat. Aber egal. Mama fallen die Augen zu. Der nächste Blick auf den Wecker zeigt 7:36 Uhr... Na, also sowas...

8.3.15 22:18, kommentieren

03.02.15

Auf dem Weg von der Kita zum Auto findet Hanna einen Schneeball und hebt ihn auf. Mama: "Hanna nicht." und will ihn ihr wegnehmen. Hanna ganz entschieden: "Nein", murrt und dreht sich weg. Mama hat keine Zeit für eine Diskussion und verlässt sich auf learning by doing. Am Auto fragt sie dennoch: "Hanna, gibst du Mama den Ball?". Hanna guckt kurz in ihre Hand, sieht den Eiswürfel, überlegt, schüttelt den Kopf und murrt. Mama: "Gut, dann nich." und macht die Bande mit Papa startklar. Zu Hause angekommen geht's ans Ausladen der wertvollen Fracht. Mama sieht die zusammengeballte kleine Faust und fragt: "Willste ihn immer noch nicht hergeben?". Hanna hebt die Hand, Mama öffnet die kleinen Fingerchen und OH, nur ein paar Wassertropfen drin. Hanna ist schockiert: "MAMA!!!". Sie fängt an, den Boden und Mamas Hände zu untersuchen und guckt sie, als sie nichts findet, verdattert an. In Mama steigt die Angst hoch, verdächtigt zu werden und gleich Gebrüll in allen Tonlagen zu hören. Aber nein, Klein-Hanna rennt los und sucht sich einen neuen Ball. Und Mama nimmt sich vor, dass Papa das nächste Mal das Händchen öffnet. Nicht dass sie da noch einen Zusammenhang vermutet: 'Mama lässt Dinge verschwinden, wenn sie sie nicht kriegt. Ich muss auf meinen Teddy achten...'... Hex hex...

8.3.15 22:17, kommentieren

21.01.15

Und so anstrengend der Alltag und seine Anforderungen bei Tag und bei Nacht auch sein mag, so stelle ich mir doch hin und wieder die Frage: Was wird, wenn sie uns eines Tages nicht mehr brauchen?

 

Der Gedanke, sie zum Abschied nicht in die Arme nehmen und küssen zu können, weil Mama und Papa peinlich sind, schmerzt. Kein Rufen nach uns in der Nacht. Kein Vorwand, ihnen endlos die Haare zu streicheln, obwohl sie schon längst wieder eingeschlafen sind. Kein Händchenhalten beim Autofahren oder beim Mittagsschlaf am Wochenende...

 

So einen widersprüchlichen Quatsch können auch nur Eltern empfinden. Es ist wohl wie mit der Schulzeit - steckt man mittendrin, ist das Ende kaum abzuwarten. Ist die Schulzeit um, sehnt man sich so manches Mal nach ihr zurück. Ich glaub, so wird es auch hiermit sein. Es kostet so viel Kraft und Tränen und ich sehne mich danach, mir mein Leben und unsere Zweisamkeit zurück zu erobern. Aber ich merke schon jetzt, dass mir so viel fehlen wird.

 

Wie sie sich mir an den Hals schmeißen und "Mama kuscheln" sagen. Die Hosen alleine anziehen wollen, jaulen, wenn der Bund nicht über den Hintern gehen will und "Mama helfen" jammern. Tausend kleine Dinge, bei denen man im Hier und Jetzt helfen MUSS, bei denen man aber in nicht allzu ferner Zukunft rückblickend helfen DURFTE.

 

Sie sind zweieinhalb und ich merke bereits, dass ich doch nicht so locker flockig bin, wie ich mich gebe. Statt sie mit 16 in eine WG zu setzen, sollte ich mir lieber überlegen, ob der Zaun um unser Zuhause aus Draht, Holz oder Stein sein wird. Und ob 40 Meter reichen. Höhe versteht sich. Sie sind zweieinhalb und dieser abgedroschene Satz "Sie werden so schnell groß." wird immer alltäglicher. Gestern noch in die Krippe gekommen, in ein paar Wochen schon bei "den Großen". Sie sind zweieinhalb und nerven und stressen und treiben uns an die Grenzen und darüber hinaus. Und sie lassen uns strahlen und Freudentränen heulen und die größten Glücksmomente erleben.

 

Dieses Elternding is schon sonderbar...

8.3.15 22:17, kommentieren

20.01.15

Papa packt sein neues Spielzeug aus. Ein ferngesteuertes Auto. Schwarz. Vier Räder. Auto halt. So denkt jedenfalls die Mama. Für ihn scheint es ein achtes Weltwunder zu sein. Zunächst wird bestaunt, dass der Karton tatsächlich mal unversehrt ankam. "Steht ja zerbrechlich druff", sagt Mama. Er öffnet ihn und hebt die eigentliche Kiste mit dem wahrgewordenen Männertraum raus. Und - oh Wunder - das Kistchen ist eingeschweißt. "Guck mal, das is sogar noch eingeschweißt." (Keine Übertreibung. Reales Leben.) Mama: "Ach deshalb issa so teuer.". Papas Euphorie is nicht zu bremsen. Auch wenn er die Infos schon kennt (und Mama auch), liest er von der Kiste vor: "... normaler Akku 40 km/h... zweiter Akku 80 km/h...". Mama gibt sich wenig interessiert und macht ihren was-Mamas-halt-so-machen-Kram. Zwischendurch hört man immer wieder "HAMMMMMAAAA!" aus Papas Ecke. Dann kommt er ganz aufgeregt an: "Guck mal" und präsentiert Mama das zerpflückte Auto. Mama guckt. Vier Räder und inna Mitte n Haufen Kabel. Er hat's kaputt gemacht, oder was? Nein, Sinn des Ganzen war es, Mama zu zeigen: "Da passen drei Akkus rein!". Mama hat mangt dem ganzen Kabelsalat keine Akku-rein-mach-Öffnungen gesehen, aber gut. Papa is eh schonwieder in sein Eckchen gegangen. Er schweigt. Studiert die Bedienungsanleitung. Und startet schonwieder einen Versuch, Mamas unterirdisch umfangreiches technisches Wissen auf die Probe zu stellen: "Den Heckflügel kann man auch einstellen.". Mama: "Nein sowas,  fliegen kanna auch.". Papa: "Quatsch." Mama: "Also wieder nur so'n Null-Acht-Fuffzehn-Rotz.". Papa is aber zu vertieft, um darauf einzugehen. Irgendwann hört Mama noch: "Der hat sogar Öldruckstoßdämpfer." und verdreht die Augen. Und was kommt dann? Das Ding wird in den Schrank gestellt. In den Schrank. Mama: "Willste den nich fahren?". Papa: "Muss sechs  Stunden laden."... Später, die Kids liegen schon im Bett, holt er sein Ding raus. Mama: "Sechs Stunden sind noch nich rum.". Papa: "Nur ma antesten." Und während Mama inna Küche die Geschehnisse des Tages festhält, testet Papa. Immer wieder fährt er in die Küche als erwarte er von Mama ein: "WOOOOOOW, WAS NE GEILE KISTE!!!". Aber sie lässt das kalt. Er geht in die Offensive: "Komma mit guckn. Ich will mal auf grader Strecke sehn, wie er beschleunigt.". Mama wackelt grummelnd hinterher. Start ist der Flur, der Weg führt quer durch's Esszimmer ins Wohnzimmer. Papa hält inne und los geht's. Und ja, das Ding prallt schon beeindruckend schnell gegen den Couchtisch. Mama wackelt zurück zur Küche. Papa ruft noch hinterher: "Ich brauch noch drei Akkus!". Mama: "Kanna dann fliegen?". Papa: "Schweig und geh an den Herd!". Mama vor sich hin grummelnd: "Null-Acht-Fuffzehn-Kacke..."...

8.3.15 22:17, kommentieren

01.01.15

An keinem anderen Tag im Jahr, auch nicht an Geburtstagen, spüre ich so sehr das Altern, wie beim Silvesterfeuerwerk.

 

Ich wache bei Nicki am Krankenlager und schmule durch die Jalousie. Sie und oben ihre Schwestern schlafen seelenruhig. Mir wird schwer um's Herz. Glücklich über's ganze Jahr, aber in dieser Stunde fehlt mir meine Unbeschwertheit und Feiern im Freundeskreis von früher. Nichts ist wie es war, auch nicht dieser Freundeskreis. Alles verändert sich. Aber die Erinnerung bleibt. Und ist nun ganz präsent. Alles fing mit meinen Cousins und zwei Freunden an. Videoabende. Wrestling gucken. Spielkonsole. Brettspiele. Scharade. Ein paar Anekdoten fallen mir ein und lassen mich wehmütig schmunzeln. Ich überfliege im Geiste kurz, was aus uns geworden ist, wie wir uns voneinander entfernt haben. Man verändert sich. Partner kommen dazu und bringen Freunde mit. Wieder andere entfernt eine Partnerschaft von der "Clique". So auch bei mir. Paul hatte seinen Freundeskreis und ich fühlte mich dort gut aufgehoben und geborgen. Und am Beginn einer Partnerschaft zählt nur dieser eine Mensch und alles ringsum fällt in den Schatten. Und hat man wieder Augen für die Welt um sich herum, sind die Veränderungen befremdlich. So viele neue Gesichter in der Runde. Rückzug war angesagt. Und so wechselte der Freundeskreis. Wir bekamen Kinder und verleben unseren Jahreswechsel nun zu zweit bzw. fünft daheim. Heute sogar getrennt. Und beim Blick aus dem Fenster kann ich das Feuerwerk zwei Häuser weiter erahnen. Der alte, wenn auch völlig veränderte Freundeskreis, feiert wie jedes Jahr zusammen. Zwei der alten sind sicher dabei. Ja, ich vermisse es. Sehr. Jetzt. Bald fallen mir die Augen zu und wenn ich aufwache, ist es vergessen... Aber jetzt... Jetzt fehlen sie mir. Jetzt fehlt mir die Unbeschwertheit... Und die Last der immensen Verantwortung und der kleinen und großen Alltagssorgen ist stärker zu spüren denn je. Das Gefühl, nie wieder sorgenfrei in den Tag hineinleben zu können, beengt mich. Macht mich traurig. Weckt Sehnsüchte. Einfach nur ausschlafen. Klingt profan, aber es fehlt mir so sehr und ist doch so unmöglich. Zeit für mich haben. Ohne Druck und ohne Verantwortung. Das impliziert nicht, dass ich etwas bereue. Die Wahrheit hat mich nur eingeholt. Es ist kräftezehrend und anstrengend. Jeden Tag. Auch wenn es noch so erfüllend ist. Weglächeln kann manchmal verdammt schwer sein...

8.3.15 22:16, kommentieren

22.12.14

Papa: "Schlüssel!"

Mama: "Hä?"

Papa: "Schlüssssel!"

Mama: "Watt denn Schlüssel?"

Papa: "Schlühüüüssel!!!"

Mama: "Subjekt Prädikat Objekt. Watt willsteeee?"

Papa: "Nimm'n Schlüssel mit!"

Mama: "Sach ditt doch!"

Papa: "Ey, ick bin dein Herr und Meister. Wenn ick mitta Augenbraue zucke, musst du niederknien und tun, was ich dir sage. Wurscht, ob und wie ich's sage!"

Mama biegt sich vor lachen: "Ja, is klar, 'Herr und Meister'. Du hast ja nich mal n Ehering, Moppelchen. ICH habe den Ring um den Einen zu knechten."

Papa: "Sieh zu, dass de Land gewinnst."

Mama: "Ja, 'meiiin Schaaaatzzzz'"

Papa: "Lauf, Golum, lauf!"

8.3.15 22:14, kommentieren

20.12.14

Papa: "Nina, komm wickeln."

Nina: "Nein."

Papa: "Doch"

Nina: "Nein "

Papa: "Nina, du stinkst doch. Komm wickeln!"

Nina murrt und geht zu Papa. Papa startet das Wickelprogramm. Hanna und Nicki kommen angerannt und glotzen gebannt. Papa öffnet die Windel.

Papa: "Boaaa, watt hast du'n da für'n Klops gesch..."

Mama räuspert sich lautstark.

Papa: "Ja, is ja jut - gekotet... Nüscht darf man hier..."

Hanna deutet aufgebracht auf den Berg: "Papa, da!"

Papa: "Ja, Nina hat gekackert."

Hanna: "Iiih, Kacka!"

Nicki: "Iiih, Scheiße!"

Papa und Mama schauen sich mit weit aufgerissenen Augen an. Verstört. Entsetzt. Ein bissl stolz. Aber nein, das Elternding siegt und sie sagen: "Kacka!!!"

Nicki: "Scheiße!"

Papa: "Nein, Kacka!"

Nicki: "Kacka Scheiße!"

Papa: "Nicki, das sagt man nicht. Sag Kacka."

Nicki: "Nicht sag Kacka".

Papa: "Doch, Kacka darfst du sagen."

Nicki ist verwirrt. Schweigt. Fragt sich, was Papa ihr sagen will. Findet keine Antwort darauf und startet einfach nochmal: "Scheiße!"

Mama: "Nicki, Kacka!"

Nicki: "Nein, Nicki pullern."

Mama: "Musst du pullern?"

Nicki: "Ja, pullern."

Mama: "Dann komm mit, ausziehen und auf den Topf."

Mama und Nicki trotten ins Bad. Nicki zieht die Hose runter. Mama macht die Windel auf, zieht sie weg und ZACK rollt was über den Boden. Mama reißt entsetzt die Augen auf: " SCHEIßE!".

Nicki: "Nein, Kacka!"

Mama zischt sie an: "Klugscheißer."

Nicki: "Mama nich!"

Mama grummelt, drückt Nicki auf den Topf, grummelt, macht sauber, grummelt und geht mit Nicki irgendwann wieder ins Wohnzimmer.

Nicki zu Papa: "Mama scheiße."

Mama: "Petze!"

8.3.15 22:13, kommentieren

17.12.14

So entstehen Wörter...

 

Seit geraumer Zeit kommen sie mit allem was zwei Beine und zwei Arme hat an und wollen es wickeln lassen. Nicki schleppt ihre Rosi herbei, Hanna fuchtelt mit Teddy wild unter Mamas Nase und Nina bringt einen Hasi nach dem anderen; sie hat ja fünf davon. Nina ist aber schon einen Schritt weiter: Sie sucht sich Taschentücher und fummelt sie allein um Hasis Popo. Haltbarkeit bis sie ihn anhebt, aber gut.

 

Nun heute beim Abendessen: Fünf Franzis am Küchentisch. Vier essen und Mama schmiert Kitastullen. Die Kids gucken interessiert zu. Ab und zu gieren sie nach einem Stück Gurke oder einer Scheibe Wurst. "Dis!", sagt Nicki. Mama: "Wurst?". Nicki: "Ja". Nicki kriegt Wurst. Hanna: "Hanna auch". Hanna kriegt Wurst. Mama schaut zu Nina und mit ihren großen Kulleraugen glotzt sie Mama an, senkt den Kopf um den Dackelblick zu perfektionieren und sagt mit einem Wimpernschlag: "Is ok, wenn ich zuletzt krieg, aber jetz mach hinne.". Mama schmilzt dahin und beeilt sich. Nina legt die Scheibe auf den Tisch und einen ihrer Hasis (ja, er darf heut mitessen) mitten drauf. Sie fummelt an der Wurst rum, merkt, dass es nicht so recht funktionieren will, setzt den Hasi auf die Scheibe und befiehlt: "Hasi kacka".

 

So oder so ähnlich ist sicher das Wort Kackawurst entstanden...

8.3.15 22:13, kommentieren

06.12.14

Leute, schnell die Augen auf,

Heut Nacht kam doch der Nikolaus.

Kurz gegähnt, gereckt, gestreckt

Dann schaun, was in den Stiefeln steckt.

 

Gestern noch fleißig geschrubbt und geputzt,

Mal schauen, ob das nun was nutzt.

Raus aus dem Bett, die Treppe runter,

Quicklebendig und putzmunter.

 

Prall gefüllt und reich bestückt,

Stehn sie da, ich bin entzückt.

Ei, was ist da? Nüsse und Pralinen,

Und es duftet nach Mandarinen.

 

Ganz tief unten steckt ein Päckchen,

Drin liegt ein kleines rotes Säckchen.

Schnell mach ich's auf und schau hinein,

Ein Zettelchen; was kann das sein?

 

Darauf standen diese Zeilen,

Und ich will sie mit euch teilen:

 

"Liebes Kind, ob groß,  ob klein,

Heute sollst du fröhlich sein.

Doch nicht nur an dich selber denken,

Auch Andren sollst du Freude schenken.

Tust du's von Herzen, dann bekommst du dafür,

Vielmehr als die Nüsse und Pralinen von mir.

Es wärmt das Herz, es bringt dir Glück,

Und so kehrt die Freude zu dir zurück."

 

Diese paar Worte machen mich froh,

Ich hoffe, nun geht es euch ebenso.

 

Und nun wünsch ich jedem der mich mag,

Einen wundervollen Nikolaustag.

8.3.15 22:12, kommentieren

23.11.14

Nach dem Mittagsschlaf geht's nahtlos in eine Kuschel-Spiele-Stunde. Mama und Papa liegen noch so rum. Tick, Trick und Track kuscheln, gehen spielen, kommen zurück zum kuscheln, usw. Nina kommt also angescheißert, knallt sich auf Papas Brust, sie schauen sich an, Papa fragt: "Papa Kussi?". Nina knutscht ihn. Mama fragt: "Mama auch Kussi?". Nina dreht sich weg und sagt: "Nein. Alle alle."...

8.3.15 22:12, kommentieren

25.10.14

Mittagessen - Allgemeines

In den ersten ein bis zwei Minuten herrscht meist Ruhe. Die ersten Proben sind genommen und nun wird über die weitere Verfahrensweise entschieden. Dabei gibt es drei Varianten:

1. Das Essen schmeckt und wird runtergeschlungen.

2. Das Essen schmeckt nicht und wird weggeschoben.

 3. Das Essen schmeckt nicht, ist aber interessant.

Wenn also nach den zuvor beschriebenen ein bis zwei Minuten nicht entweder das Geräusch eines weggeschobenen Tellers oder ein "Mehr! Mehr!" erklingt, sollte man auf das Schlimmste gefasst sein.

Mittagessen - Fallbeispiel

Samstag, 11:00 Uhr, Küche.

Menüplan: Salzkartoffeln, Blutwurst und Sauerkraut.

Die Mahlzeit ist beendet. Angewandt wurde Variante 3 - das Essen hat nicht geschmeckt, sah aber interessant aus. Das Schlachtfeld bietet also folgenden Anblick:

Hanna

Das Sauerkraut lässt ihr blondes Haar voller wirken. Die Kartoffelstücke lassen ihre Nase voller wirken. Die Blutwurst auf ihrem Handrücken und rund um ihre Schnute lassen die Windel voller wirken.

Nina

Ist sauber, denn sie neigt dazu, das Igitt mit dem Löffel zu verteilen.  Dabei hat sie viele verschiedene Techniken nahezu perfektioniert. Sie lädt den Löffel voll und nutzt ihn als Katapult in alle Himmelsrichtungen. Sie lädt den Löffel voll und entleert ihn über dem Boden oder auf dem Teller der Schwester neben ihr. Sie lädt den Löffel voll, hebt ihn hoch, guckt drunter und dreht ihn um, um zu gucken, ob noch alles drauf ist. Weitere Beispiele würden den Rahmen sprengen.

Nicki

Ihr Teller ist zeitweilig voller als zuvor, denn sie sitzt neben Nina. Ihre linke Seite ist mit Blutwurst-Haufen übersät, denn sie sitzt auf Ninas rechter Seite. Ihre Haare sind in allen sich auf dem Teller befindlichen Farben dekoriert, denn sie hat geguckt, was Nina zwischen sich und ihr auf den Boden pfeffert ohne rechtzeitig vor Eintreffen der nächsten Ladung in Deckung zu gehen. Zu Ninas Deko kommen Nickis Eigenkreationen. Sie hat die Konsistenz der Wurstpampe genauestens untersucht. Mit jedem Finger beider Hände. Sie sieht aus, als hätte sie versucht, sich zu wickeln. Das Sauerkraut muss sie für Haare oder was auch immer gehalten haben, denn es ist penibel rausgesucht und rund um den Teller drapiert worden. Die Kartoffeln hat sie schlichtweg versteckt. Zwischen Füttersitz und Popo. Und als wenn das nicht abartig genug wäre, wackelt sie mit dem Hintern johlend drauf rum und arbeitet es sorgfältig in den Hosenboden ein.

Mittagessen - Empfehlungen

Man hat grundsätzlich zwei Möglichkeiten, mit der Gefahrensituation umzugehen:

A: Stur auf den eigenen Teller gucken bis man fertig ist und das Drumrum ignorieren; danach die Lage checken und vor Ekel den eigenen Teller wieder füllen.

B: Vor dem eigenen Start zwei Minuten abwarten, welche der oben genannten drei Varianten sich herauskristallisiert.  Ist absehbar, dass die Kinder das Kreativ-Programm gestartet haben, verlassen Messer und Gabel ihre Position nicht und der Teller bleibt voll.

Mittagessen - Fazit

 Harmonisch und gesittet geht es beim Essen im Kreise der Familie nur bei den Waltons zu.

Na, dann Mahlzeit, John Boy.

8.3.15 22:12, kommentieren

18.10.14

Papa hat sich schwere Verletzungen zugezogen. Der halbe Arm is ab. Sollte man zumindest meinen, wenn man ihn jammern hört. Knallharte Fakten: Fünf Kratzer am Daumenballen, die aussehen wie Nietnägel... Er jammert also so vor sich hin, als Nicki des Weges kommt. Sie watschelt hin, um zu gucken, wie ernst die Lage ist. Papa streckt ihr die Hand entgegen. Sie guckt und zieht die Augenbrauen zusammen. Er deutet drauf: "Da! Papa aua!". Sie zieht die Oberlippe zur linken Seite, schaut ihn an und ihr Gesicht sagt: "Du Pussy!".

8.3.15 22:11, kommentieren

16.10.14

Ninas langer Weg zur Kita...

Was? Hä? Och nee. Schon aufstehen? Tatsächlich. "Guten Morgen, Ladies!", trällert Mama und knipst das Licht an. Igitt - so hell. "Och nö", denke ich, kugel mich zusammen und rolle mich vom Licht weg. Schnell einen Hasi geschnappt und noch ne Runde mit ihm kuscheln. Oh, ich hab Hasi so lieb. Deshalb hab ich auch vier davon. Die schnuppern so gut. Mama sagt, sie schnuppern nach mir. Ich weis nich, aber ich mag es. Kurz lauschen - Mama holt erst Nicki. Gut so. Dann kann ich noch ein bisschen drummeln. Aber schon ist sie wieder bei da. Sie säuselt: "Guten Morgen, mein Engelchen." und entrollt mich. Als ich auf dem Rücken liege, beginnt sie den Schlafsack zu öffnen. Ich murre und dreh mich weg, denn ein bisschen will ich Mama noch necken. Aber Mama is nicht nach rumalbern, also geht sie zu Hanna. Das passt mir gar nicht. Ich murre. Sie trägt Hanna raus. Ich jammer. Ich hör sie weit entfernt die Treppe runter gehen. Ich stell mich hin und weine. "Mamaaa!", heule ich und da ist sie wieder. Schon geht es mir besser. Sie macht drüben in ihrem Zimmer das Fenster auf. Ich deute auf unseres. Sie lacht, nickt und macht auch unser Fenster auf. Dann kommt sie zu mir und schnell schmeiße mich auf den Rücken, bereit den Schlafsack herzugeben. Mama macht ihn auf und nimmt mir den Tutti aus dem Mund. Das mag ich gar nicht, aber ich weine nicht mehr deswegen. Mama stapelt mir meine fünf Hasis auf die Brust und nimmt mich auf ihren Arm. Ja, streng genommen sind es fünf Hasen. Aber quasi Vierlinge plus eins. Der Fünfte sieht anders aus. Ich nenne ihn Teddy, aber weil Hanna auch einen Teddy hat, heißt meine Nummer 5 Teddyhasi. Auf Mamas Arm grinse ich und Mama grinst zurück. Ich schlinge meine Arme, so gut es mit den fünf Hasen dazwischen eben geht, um Mamas Hals. Sie schnurrt. Ich liebe es, wenn sie so schnurrt, wenn ich sie umarme. Ich glaub, sie steht da total drauf. Papi auch. Wo ist der eigentlich? "Papa?", frag ich Mama. "Papa is schon arbeiten.", sagt sie. Ah. Kurz überlegen. Wenn Papa morgens arbeiten ist, ist er abends bei mir. Ok, das gefällt mir. Nun geht's die Treppe runter. Manchmal wartet da schon die Oma, aber nie, wenn ich Bummelletzter bin. Heute trägt mich also Mama bis ins Kuschelzimmer, legt mich auf ein Kissen und gibt mir meinen Möhrchensaft. Heut hab ich richtig Durst und trinke alles leer. "Alle alle", sag ich und strecke Mama die Flasche hin. Dann setze ich mich auf und schaue mich um. Wo ist das nächste Spielzeug? Ah, da liegt ein Auto. Meins! Mama hat sich mit zu mir gesetzt und zieht mich nun an sich heran. Sie setzt mir eine Maske aufs Gesicht und ich muss ein paar Mal da durch atmen. "Mezidin" nennt sie das. Und dann nimmt sie das Ding wieder weg. Schade eigentlich, ich würd so gern mal damit spielen. Aber nun hab ich ja mein Auto. Oh, Oma bringt Nicki. Schnell mein Auto verstecken. Sie klaut mir ständig alles. Aber Oma nimmt mich mit und mein Auto auch. Oh, den Hasi möcht ich aber auch. "Hasi", sag ich und Oma bückt sich ächzend und gibt mir einen Hasi. EINEN. "Hasi", sag ich. Mama reicht mir einen weiteren. Mmh. Nun hab ich zwei. Wo ist der Rest?  Aber Oma hat keine Geduld. Sie nimmt mich mit zum Wickeln und zieht mich ein bisschen an. Den Rest zieht Mama mir im Kuschelzimmer an. Nicki und Hanna stehen schon in Jacke und Mütze bereit. Mama beeilt sich. Und dann stiefel ich hinter den anderen her an Mamas Hand in den Flur. Vorbei an dem Spielzeug. Mmh. Nein halt. Das da will ich mitnehmen. Oder nein; lieber das da. Was ist das überhaupt? Ach so, nee, das is doof. Doch lieber das andere. Wo hab ich das jetzt hingelegt? "Nina, komm", sagt Mama. Momentchen noch. Ach egal, ich nehm das. Und das. Und das. "Nina-Schatz, komm mit". Mama is schon vorne an der Haustür. Ich tappel hin und grinse sie stolz an. Sie staunt nicht schlecht, als sie sieht, was ich alles auf einmal tragen kann. Ich setz mich unten auf die Treppe und Mama beginnt mir die Schuhe anzuziehen. Die lila Stiefelchen. Och nö, ich mag lieber die rosa Turnschuhe. Ich ziehe meinen Fuß weg und reiche Mama die richtigen Schuhe. "Nein, wir ziehen die hier an". Wir? Ich muss damit rumlaufen! Nicht du! Aber das kapiert Mama sowieso nicht. Manchmal mag ich die ja auch. Aber heute is mir nach rosa. Ich stänker noch ein bisschen mit Mama. Dann schließt sie die Augen und schnauft tief ein und aus. Au Backe. Gleich wird sie böse mit mir. Nein. Ich mag es gar nicht, wenn Mama böse mit mir ist, also strecke ich meinen Fuß hin und Mama zieht die doofen Stiefelchen an. Dann reicht sie mir die Hand und ich tappel mit ihr los. Und da fällt mir ein, dass Hanna und Nicki schon bei Opas Auto sind. Sie haben sich bestimmt schon den besten Platz gesichert. Sowas doofes aber auch. Als wir am Auto ankommen, sehe ich, dass nur noch hinten etwas frei ist. Dachte ich es mir doch. Ich murre als mich Mama in den Sitz setzt. Von meinem Spielzeugberg ist auch nicht mehr viel übrig. Manchmal glaub ich, dass Mama mir das heimlich stibitzt, weil ich immer alles in der Kita vergesse. Mmh. Aber ein bisschen hab ich noch. Mama schnallt mich an und schließt die Tür. Und schon geht's los. Opa fährt. Er macht Musik an. Mmh. Weiß nich so recht. Wenn Papa fährt, is die Musik besser. Nicki guckt neben mir auch etwas verstört. "Mmh, ich muss mir Opa mal zur Brust nehmen.", denke ich noch, aber da sind wir schon da. Oma öffnet die Tür. Und da ist auch wieder die Mama. Oma macht den Gurt ab und gibt mich zu Mama. Ich schling ihr wieder die Arme um den Hals. Irgendwie hab ich jetzt nur noch ein Spielzeug. Na sowas. Hanna kommt auf Mamas anderen Arm und Mama stapft los in die Kita. Ich darf eine Tür aufmachen und Hanna eine andere. Mama freut  sich total, wenn wir ihr helfen. In der Garderobe angekommen, setzt uns Mama schnaufend ab. Es is ein anderes Schnaufen als das vorhin. Sie is auch ganz nass im Gesicht. Hab ich was verpasst? Hat doch gar nicht geregnet. Mmh. Na egal. Da kommt auch schon Oma mit Nicki und unseren Rucksäcken. Gleich mal hin und Oma helfen. Ich mach einen Rucksack auf und entdecke zwei Dosen. Ich weiß, die blaue ist für's Frühstück, also nehme ich die andere, die wir erst nach dem Mittagsschlaf auf machen dürfen, raus und lege sie in die Kiste, in die Oma sie morgens immer legt. Den Rucksack mit der anderen Dose nehm ich mit in unseren Gruppenraum, denn bald ist Frühstück. Oh, da kommt auch schon die Nelli. Nelli is neu hier. Sie is gaaanz groß. Größer als Mami. Und sie hat einen Metallgnubbel am Mund. Maike hat das nicht. Dafür hat Maike ganz helle Haare und lacht und grinst den ganzen Tag. Das mag ich so an ihr. Mal schmulen, ob sie schon da ist. Nö. Naja, dann geh ich halt nochmal zu Mama. Die ruft sowieso schon die ganze Zeit nach mir. Jacke und Mütze ausziehen und hinsetzen. Mama zieht mir die Stiefelchen wieder aus. Na sag ich doch, die sehen doof aus. Ja, ok, dann schon lieber die Hausschuhe. So, fertig. Jetzt schnell spielen gehen. Nicki ist schon drin und Hanna klammert sich bei Mama fest und weint, weil Mama nicht mit uns mitspielen darf. Ich find das auch doof. Ist doch genug Spielzeug da. Aber wenn Mama mitspielt, wollen die Mamas und Papas von den anderen Kindern vielleicht auch mitspielen und dann wird es knapp. Ich weiß also, dass Mama, auch wenn es ihr  schwer fällt, nur nicht mitspielt, damit wir das ganze Spielzeug für uns haben. Aber was macht Mama eigentlich, nachdem sie uns hier abgesetzt hat? Arbeiten sagt sie. Ob Mama auch Müllauto fährt so wie der Papa? Papas Auto hab ich mal gesehen. Das ist viiiel größer als alle anderen Autos und es schnauft wie Mama, wenn sie uns getragen hat. Und es blinkt oben am Kopf, wie bei der Pozilei. Hinten passt ganz viel rein und vorne darf nur mein Papa sitzen. Der andere Mann, der mit Papa zusammen arbeitet, darf nur hinten am Müllauto anfassen und sich auf ein kleines Dings stellen. Oft ärgert Papa ihn und fährt los, wenn er noch gar nicht drauf steht. Dann rennt er hinterher und wirft mit Säcken nach Papas Auto. Wie ein kleines bockiges Kind. Der Papa is aber auch ein Schelm...

Ninas langer Weg ins Bett...

Ein langer Tag liegt hinter mir. Gerade versuche ich einen Stein in so ein Dings zu drücken. Puuuh, ein hartes Stück Arbeit. Wo rennt denn Hanna jetzt hin? Oh, die Mama ist da. Und oooh, der Papaaa! Schnell wetze ich hin. Plumps! Das war zu schnell. Fix aufrichten und weiter geht's. Weg da, Nicki. Nein, Papa, nich die Nicki! MICH sollst du hochnehmen. Mich mich mich. Aber Nicki hatte zu viel Vorsprung. Menno. Na dann eben zu Mama. Mama nimmt mich hoch. Ich will gerade die Arme um sie schlingen, aber was seh ich denn da? Hanna spielt mit meinem Spielzeug. Lass mich runter Mama. Sofort. Ich winde mich auf Mamas Arm bis sie mich absetzt und schon renne ich hinter Hanna her. "Hanna!", sag ich. "Hi Hi", sagt Hanna. Oh wie gemein. Na dann eben wieder zu Mama. Wo ist die denn nun schonwieder hin? Ich höre Papas Stimme. Ah, in der Garderobe sind sie. Ich gehe hinein, setze mich brav hin und lasse es über mich ergehen, dass mir Mama wieder diese doofen Stiefelchen anzieht. Papa sammelt inzwischen die Dosen ein und stopft sie in die Rucksäcke. In einer Dose is noch fast alles drin. Er meckert und guckt mich an. Ich gucke schnell weg. Ja, da war aber auch wieder nur Mist drin. Echt! Jetzt schnell Jacke an und Mütze auf den Kopf und durchstarten. Ich will zuerst am Auto sein. Die anderen bummeln eh noch. Mama schnauft wieder so komisch. Nicki scheint wohl grad echt bockig zu sein. Gut so! Die macht mir meinen Platz nicht streitig. Papa trägt Hanna und greift jetzt auch nach mir. Mist; zeitgleich mit Hanna am Auto ankommen ist auch doof. Ich brauche ein Ablenkungsmanöver. Ich winde mich und Papa setzt mich wieder ab. Mittlerweile sind wir draußen. Ich knie mich auf den nassen Boden und fange an zu krabbeln. Der Plan geht auf, denn alle Affen machen nach. Hanna windet sich auf Papas Arm und wird auch abgesetzt. Sie kniet sich hin und krabbelt mir hinterher. Papa überholt uns und macht die Tür auf. Ich steh auf, recke Papa die Arme entgegen und er nimmt mich hoch. "Auto!", sage ich. "Ja, Auto. Aber wir müssen noch auf deine Schwester warten!", sagt Papa. Ich fass es nicht. Hanna krabbelt immer noch. Na, das kann ja dauern. Aber Papa ist auch ungeduldig. Er schnappt sich Hanna und wir laufen los zum Auto. Mama mit Nicki auf dem Arm hat uns inzwischen eingeholt. Na klasse! Wir kommen alle gleichzeitig am Auto an. Und dann setzen sie uns auch noch gleichzeitig ab. Mist! Ich stürze zur Tür. Nicki und Hanna dicht neben mir. Hanna schubst mich. Fräulein,  was ist das denn? Sowas macht man nicht, sagt Mama. Geh da weg! Ich berühre vorsichtig ihre Brust und sie stolpert unglücklich nach hinten auf ihren Po. Ups! Na mir egal. Die Tür geht auf. Ich krabbel los. Nicki murrt und zickt hinter mir - HINTER mir! Ich steuere zielsicher auf den mittleren Sitz in der mittleren Reihe zu, von dem aus ich zwischen Mama und Papa nach vorne schauen kann. Und weil die anderen hinten sitzen, kann man auch zu den Seiten alles sehen. Ich hab gewonnen und lasse mich auf den Sitz plumpsen. Aufgeregt hopse ich hin und her. Von mir aus kann's losgehen. Aber nein, Hanna-Baby und Nicki-Baby müssen noch hingesetzt werden. Passt ihnen wohl nicht. Mir egal. Wir fahren los und ich schaue aus den Fenstern. Oh, da ist ein Hund. Oooh, ich find die so toll. "Wauwau", sag ich. Ich bin völlig aus dem Häuschen und belle den Rest des Weges. Hanna und Nicki machen auch mit. Das ist ein Spaß. Als wir zu Hause ankommen, holt mich Papa aus meinem Sitz und trägt mich bis in den Hausflur. Überhaupt tragen die mich den ganzen Tag durch die Gegend. Ich kann doch alleine laufen. Und dann können wir auch so schön Fangen spielen. Darin werd ich immer besser. Aber jetzt bin ich langsam müde und Tragen ist mir schon lieber. Papa zieht mir Stiefel und Jacke aus, wundert sich wo die Mütze ist, gibt aber schnell auf und ab geht's in die Küche. Unterwegs hab ich ihm noch seinen Schlüssel stibitzt. In meinem Füttersitz am Abendbrottisch nehme ich ihn unter die Lupe. Papa zeigt mir so ein Dings, das da dran baumelt. Wenn man da drauf drückt, kommt Licht raus. Toll! Nach einer Weile sitzen auch die anderen schon am Tisch. Was schnuppert denn hier so gut? Ich lass den Schlüssel fallen. Ich habe einen Bärenhunger. Hoffentlich gibt es jetzt was Besseres. Mama stellt mir mein Tellerchen hin und gibt mir meinen Löffel. Aha. Pampe mit Soße. Ich liebe Pampe mit Soße. Ich stopfe mich voll. Ab und zu geht was daneben und Papa murrt. Aber egal. "Tatsi", sag ich und Papa gibt mir eine Tasse mit, ähm, was ist das? Is da überhaupt was drin? "Wasser", sagt Nicki. "Ja, fein Nicki! Wasser! Genau!", sagen Mama und Papa. Streber! Ich stecke mal vorsichtig den Pampelöffel rein. Oh! Jetzt schwebt die Pampe von meinem Löffel mitten in der Tasse. Mmh. Ich greife danach. Igitt! Total nass. Ich jammer und strecke Papa die Hand entgegen und er macht sie sauber. Ich schaue in die Tasse. Immer noch nix drin. Also kann ich ja reingreifen. Oh. Wieder nass. Mmh. Ich beschließe,  mir gleich den Mund zu putzen, schmiere mit der Hand über's Gesicht und lache Papa stolz an. Er schüttelt den Kopf. Tja, da staunste, wa? Ich bemerke, dass auch der Tisch dreckig ist also kippe ich das Streber-Wasser aus meiner Tasse aus und wische mit der Hand den Tisch ab. Mama beginnt zu schnaufen. Alle Affen machen nach und Nicki und Hanna kippen ihre Tassen auch aus. Mama schnauft noch mehr. Offenbar will sie lieber allein sauber machen. Na bitte, dann eben nicht. Mama geht mit mir ins Bad zum Händewaschen und dann in die Stube zum Wickelplatz. Sie nimmt eine Windel für mich und zwei für die Affen raus. Weil sie mich noch immer auf dem Arm hat, kann ich in das Fach mit den Tuttis sehen, die wir am Wochenende zum Mittagsschlaf bekommen. Und plötzlich merke ich, wie müde ich bin und dass ich nichts lieber als diesen einen Tutti haben will. "Tutti", sag ich. "Nein", sagt Mama. "Tutti" - "Nein, erst im Bett." - "Tutttiii", jaule ich als ich schon auf dem Wickelplatz liege. Tränen kullern mir in die Ohren. "Tutti. Tuttiii!", wimmere ich. Papa kommt. Er guckt Mama an. Mama nickt. Ich halte inne und hoffe ganz ganz dolle und jaaa, Papa gibt mir den Tutti. Ich stopf ihn mir schnell in den Mund und atme auf. Aaauuuf. Oh ist das schön. Warum nehmen die mir den immer wieder weg? Ich mag ihn sooo sehr.  Schiefe Zähne soll man davon kriegen, sagt Mama. Aber die kann ich doch hinterm Tutti verstecken. Aber auch das versteht Mama nicht. Inzwischen sitz ich bei Papa aufm Schoß im Kuschelzimmer. Naja, ich hänge mehr, als dass ich sitze. Hanna bringt mir einen Hasi. Oh wie lieb von ihr. Jetzt tut mir das schubsen leid. Ich senke meinen Kopf an Papas Bauch und schließe schon mal ein bisschen die Augen. "Milch", trällert Mama. Nicki wetzt ganz aufgeregt hin. Woher nimmt sie um diese Zeit nur den Elan. Papa sichert mir meine Flasche. Müde mache ich den Mund auf und schrecke hoch, als ich merke, dass der Tutti raus fällt. "Papa hat schon", sagt Papa, gibt mir meinen Tutti und ich sinke erleichtert zurück in seinen Arm und an seinen Bauch. Ich trinke meine Milch. Viel passt aber nicht mehr rein, also reiche Mama die Flasche und rolle mich auf Papas Schoß zusammen. Ich höre wie Mama Nicki zum Zubettgehen überreden will. Irgendwann gewinnt sie. Ach, ist das schön bei Papa. Er streichelt mir den Kopf und durch die Haare. Herrlich. Dann sagt er leise: "Komm Nina, ab ins Bett.". Endlich. Ich stehe auf und wanke zur Tür. Papa sammelt meine Hasen und folgt mir. Ich tapse durch die Stube und sehe wie morgens das Spielzeug. Egal. Bett! Ich tappel bis zur Treppe, gucke hoch und recke die Arme nach Papa aus. Er trägt mich hoch. Ich kann das auch allein, aber nicht mehr heute. Oben lässt er mich runter. Ich kann allein zum Bett laufen. Ich bin doch schon groß. Müde, aber sooo groß. Ich geh kurz zu Nickis Bett. Sie liegt und streichelt ihre Puppe. Dann kurz zu Hanna, die grade von Mama hingelegt wird. Ich greife durch die Gitterstäbe und klaue ihr einen Tutti. Sie hat sowieso zu viele im Bett. "Komm Nina!", flüstert Papa und nimmt mich hoch. Mama will noch einen Kussi. Na wenn’s denn sein muss. Ich nehm den Tutti raus und knutsche Mama und dann Papa. Tutti wieder rein und schon liege ich im Bett. Papa legt mir meine Hasen auf die Brust und säuselt noch was, aber ich höre schon gar nicht mehr richtig hin. Eine Melodie kann ich hören und Hannas und Nickis Atmen. Sie passen die ganze Nacht auf mich auf, das weiß ich ganz genau. Ich schlafe ruhig ein und träume, dass Mama Papas Müllauto fährt und Papa rennt hinterher. Am Straßenrand liegt das Spielzeug, das ich morgens verloren habe. Oh. So viel war das? Sie sammeln alles ein und fahren damit weg. Bestimmt sind sie froh, dass sie nun ein paar Spielzeuge für sich haben. Morgen lasse ich ihnen wieder was liegen. Versprochen...

8.3.15 22:11, kommentieren

10.10.14

Mama: "Du, dein Papa meinte, du verlierst vielleicht Öl. Da is so ein Fleck in deinem Carport."

Papa: "Is aber nich vom Öl. Is der Turboschlauch."

Mama: "Ja und? Isa kaputt?". Und schon bereut sie die Frage.

Papa: "... Kurzstrecken... Bla... Abgasturbolader... Bla"

Mama: "Ey, kennste bei den Simpsons die Szene, wo Homer diese Gedankenblase mit dem Affen überm Kopf hat? Siehste die über meinem Kopp?"

Papa: "Warte, ick versuch es so einfach wie möglich zu halten... Zahnrad... bla... Welle... Bla... Luft..."

Mama: "Ficken?"

Papa: "Nee, hömma zu... Turbo... bla... Bahnhof... bla... Schaffner... bla... Tut tuuuut...."

Mama: "Ey, ick raff ditt doch eh nich..."

Papa: "Man, dann tu doch wenigstens so, als wenn de zuhörst."

Mama: "Fährta noch?"

Papa: "Türlich!"

Mama: "Warum nich gleich so?"

8.3.15 22:10, kommentieren

18.08.14

Es war ein Freitag. Gegen 14 Uhr holte mich die Schwester zur Doppler-Untersuchung ab. Hannas Werte waren ein paar Tage zuvor nicht perfekt. Also ganz nach dem Motto "Vorsicht ist besser als Nachsicht" wurde nun engmaschiger kontrolliert. Der Professor wartete schon. Also hopp rauf auf den Tisch. Grazil wie eine schwangere Elchkuh schwing ich mich auf die Pritsche. Glibber auf den Bauch, Kinder orten und sortieren und dann messen.

"Na, das sieht nich mehr ganz so gut aus.", sagt der Halbgott in weiß.

Ich so: "Wa?... Und nu?...".

"Na, da werden wir die Kinder mal lieber holen", sagt er.

Ich so: "... wann?".

"Naja, ein wenig Personal werden wir wohl aus dem Urlaub und frei holen müssen... So in vier Stunden.", sagt er.

Ich so: "...*schluck*...".

Ich darf nochmal kurz auf Zimmer,  Paul anrufen. Tappel allein durch die langen Flure. Völlig in Gedanken. Komm mir wie der einsamste Mensch auf Erden vor, weil ich es ahne:

Paul hebt ab: "Watt is los, Maus?"

Ich: "Hi... Du, ähm, die holen die Kinder jetzt..."

Paul: "WATT?"

Ich: "... ähm... ja..."

Paul: "Ey, ick bin uff Tour, ick kann nich abbrechen... Scheiße!!!!!!"

Ich: "... komm nach Feierabend so schnell es geht..."

Paul: "... ja... ick liebe dich Mauzi... pass uff dich uff..."

Ich: "Ick lieb dich och..."

Allein... In den besten Händen... Aber allein...

Seit 11 Wochen und 5 Tagen lag ich im Krankenhaus.

Aber nun wird's Ernst...

 Wieder zurück werd ich in einen separaten Raum geführt. Der Zugang für den Anästhesie-Kram oder was auch immer wird gelegt. Die vier Stunden vergehen wie im Flug. Ich kritzel die drei Namen auf einen Zettel. Das Einzelchen, wie wir es zu dem Zeitpunkt nennen, liegt unten und wird die Erste sein. Nikola soll sie heißen. Welche von unseren Eineiigen als Zweite kommt, wissen wir nicht verlässlich. Auf Platz 2 steht auf dem Zettelchen Hanna und auf Platz 3 Nina. Das Schicksal soll das letzte Wort haben.

 Ein Arzt kommt rein. Dr. Vogt, glaub ich, hieß er.

"Holen SIE die Kinder?", frag ich.

"Wieso?", fragt er. "Naja, Sie wären sowas wie mein Wunsch-Arzt...", sag ich.

"Oh. Ich hab eigentlich Feierabend... Ich klär das mit meiner Chefin ab...".

Und ja - es klappt. Ich atme auf. Ich hab ihn nur zwei Mal getroffen, aber seine ruhige, erfahrene Art wiegt mich in Sicherheit.

In den OP lauf ich. Wieder allein. Nur ein paar Schritte. Ein letztes Mal für mich allein.

Ich erreiche den OP. "Hi", sag ich. Und rauf auf den Tisch. Sitzend. Rücken frei machen. Spinal-Anästhesie schimpft sich das. Pieks in den Rücken. Hinlegen. Taubheit stellt sich ein. Ein Tuch wird knapp unterhalb meines Halses aufgespannt. Die Anzahl der Personen im Raum schätz ich auf ein Dutzend. Ich glaube, drei an meinem Kopf. Eine lugt über das Tuch: "Oh, die sind ja schon voll dabei.", sagt sie. Ich so: "Oh...". 19:18 Uhr. Irgendwo schreit ein Baby. EIN Baby? Nein! MEIN Baby. Nicki wird mir kurz vor die Nase gehalten. Ich so: "... *schluck*...". 19:21 Uhr. Ein Mäuschen wird hektisch vorbeigetragen. 19:22 Uhr. Nina wird mir vorgestellt. Berührt kurz mein Gesicht mit der Hand. Weg ist sie. Es werden weniger Leute. Jenseits des Tuches wird rumgeschneidert. Sie unterhalten sich. Stellen einander vor. Ich denk: "Oh..."...

Sie legen mich vom OP-Tisch in mein Bett. Schieben mich ins Überwachungszimmer. Ich lass mir meine Kette mit Ehering, Verlobungsring und dem Anhänger meiner Oma geben. Bekomme auch mein Handy. Ich ruf meine Eltern an. Und dann lieg ich dort. Allein. Meine ideell unbezahlbaren Accessoires fest umschlossen. Ich zitter. Mir is aber warm. Wohl der Kreislauf. Sie leiten eine Art Fön unter meine Decke. Jetzt wird's besser. Ich lege die Hände auf meinen Bauch. Das Gefühl werd ich nie vergessen. Sie sinken gut 20 cm tiefer als noch ein paar Stunden zuvor. Wow...

Eine Schwester kommt. "So, wir fahren sie jetzt mit dem Bett zu den Kindern und dann aufs Zimmer". Ich so: "Oh..."

Sie schieben und ziehen und zerren mein Bett durch die Türen der Neonatologie-Stationen. Mir is der Aufwand peinlich. Aber sie sind so herzlich und fest entschlossen.

Und da steh ich zwischen Nickis und Ninas Inkubator. Ninas is so hoch. Ich recke mich, aber die paar Zentimeter, auf die ich's bringe, helfen nicht viel. Ein Händchen seh ich. Schläuche. Nickis Bett is tiefer und offen. Da liegt der Wurm. Schlauch in der Nase. Das Pflaster, das ihn an Ort und Stelle hält, wurde in Herzform geschnitten. So viel Liebe auf diesen Stationen...

"Gehen sie doch erstmal zu Ihrer Frau... Na klar... Gehen Sie schon...", höre ich. Ich wage zu hoffen. Und da ist er. In Arbeitsklamotten, frisch desinfiziert, Mundschutz. "Hier ist die Nikola", sagt die Schwester zu ihm. "Ich will erstmal zu meiner Frau.", sagt er. Kommt, zieht den Mundschutz kurz runter, küsst mich, ist bei mir. Nun schaut er seine Töchter an. "Wahnsinn...", sagt er. Und nochmal: "Wahnsinn"... Wir besuchen Hanna. Ich seh sie kaum. Aber dafür Pauls Lachfältchen über dem Mundschutz. Und wieder: "Wahnsinn!".

Dann zurück im Zimmer. Paul bei mir. Hält meine Hand. Ich berichte. Wir grinsen. Wir sind Eltern. Ist denn das zu fassen? Wir sind Eltern...

2 Jahre ist das her. Und schließe ich die Augen, ist es so nah. Jedes Gefühl so spürbar. Genauso überwältigend wie damals...

2 Jahre... Schön waren sie. Hart waren sie. Lachen und Weinen oft nah beieinander. Tausendundein erstes Mal. Jeder Tag unvergesslich...

8.3.15 22:10, kommentieren

01.08.14

Abends halb sieben in Franzelhausen...

 Die Gute-Nacht-Milch ist weggenuckelt und jede Maus blättert noch in einem Buch rum. Plötzlich schmeißt sich Nina mir nichts, dir nichts auf ihr Buch als würde sie damit kuscheln wollen. Nicki fühlt sich zum Rumalbern animiert, beugt sich über Nina und beißt ihr volle Kanne in die Rippen. Mama schnappt sich die Übeltäterin und beginnt zu Meckern und ihr ins Gewissen zu reden. Nina tappelt derweil heulend und schluchzend zu Oma. Mama redet auf Nicki ein: "Schäm dich! Sowas macht man nicht. Schau,  Nina weint ganz dolle wegen dir.". Und das wirkt! Komisch, denn das macht es sonst nie, aber Mama und Papa versuchen's immer wieder. Nicki zieht also eine ganz reumütige Schnute. Unterlippe vor, Kinn auf die Brust gedrückt, Dackelblick. Die Hände fummeln peinlich berührt an den Klamotten rum. Man sieht ihr an, wie sehr sie sich schämt. Mama also weiter: "Das hat Nina ganz dolle weh getan. Geh hin und entschuldige dich!". Und Oma stimmt mit ein: "Komm Nicki. Mach schön Ei-Ei bei Nina. Gib Nina ein Küsschen". Aber NEIN! Was zu viel is, is zu viel! Nicki streckt das Kinn in die Höhe, macht nen Schmollmund und schüttelt entschieden den Kopf. Und jetzt kommt's: Hanna lässt ihr Buch fallen, tappelt zu Nina, stellt sich grinsend vor sie, bückt sich zu ihr und gibt ihr einen fetten Knutscher mitten auf die Schnute. Nina strahlt sie an. Also gleich noch einer. Und noch einer. Und noch einer. Dann hat Hanna genug geknutscht und tappelt zurück. Und dann der nächste Hammer: Zicki-Nicki geht zu Nina und drückt ihr auch einen auf! Sie guckt stolz zu Mama und Oma und knutscht munter weiter...

Als Nina ganz überraschend das erste Mal selbstständig gelaufen ist, war ich sprachlos und hin und weg. Jedes Küsschen und vor allem Ninas Hilfsbereitschaft, und dass sie sich richtig mütterlich um ihre Schwestern kümmert, geht mir immer sehr ans Herz. Aber das toppte alles um Längen...

Oh man, was bin ich überwältigt...

8.3.15 22:09, kommentieren

04.07.14

Von Sanddünen und Seegurken

 Es ist Freitag, annähernd 30 Grad, kurz vor 17 Uhr.

 Oma, Opa und Mama machen sich auf zur Kita um die Mädels abzuholen. Rosi, Teddy und Hasi sind mit an Bord und begleiten Oma und Mama in die Höhle der Löwinnen. Gleich vorn im ersten Raum tappeln sie durch die Gegend und spielen ruhig und brav in Hemd,  Schlüpper und Schuhen mit Plastedinos, Bauklötzen und Autos.

 Oma und Mama kommen ins Sichtfeld. Ein Schalter wird umgelegt. Das Spielzeug fällt zu Boden. Sie rennen quietschend und johlend auf die Tür zu. Oma und Mama beugen sich runter und halten die Arme auf, die Meute kommt näher und hält ebenfalls die Arme auf, aber alles kommt anders. Die kleinen Ladies reißen Oma und Mama die Plüschis aus den Händen und biegen ab auf den Flur. Denn dort locken eine Rutsche (naja, eigentlich eine Rennbahn, die von den Mädels aber täglich zweckentfremdet wird), ein Holzkasten mit Xylophon und ein Kegel-Set. Nicki allen voran watschelt mit Rosi in der Hand lärmend bis zum anderen Ende des Flures, um sich einen Kegel zu holen und stolz damit Richtung Oma zurückzuflitzen. Unterwegs sieht sie Nina und Hasi, die sich am Xylophon zu schaffen machen. Rosi und der Kegel fallen der Schwerkraft zum Opfer und die Ladies streiten sich um den Schlegel. Derweil ist Hanna an der Rutsche zu Gange. Mit halb nacktem Po rutscht das irgendwie nicht so schön wie sonst. Voll doof.

 Mama wittert ihre Chance und schnappt sich die Maus. Ab in den Zwillingsbuggy mit ihr. Natürlich mit reichlich Gegenwehr. Aber Mama bleibt cool und Herrin der Lage und - klack - der Gurt ist zu. Sie richtet sich auf, atmet tief durch und visiert Nina an. Die startet noch einen Fluchtversucht, wird aber von Mama ganz souverän "verhaftet". Die Gegenwehr im Buggy toppt Hannas um Längen. Es wird gekratzt und gebissen. Aber Mama bleibt cool und Herrin der Lage und - klack - der Gurt ist zu. Sie richtet sich auf, atmet tief durch und macht sich daran, den ganzen Kram einzusammeln, während Oma Nicki nicht aus den Augen lässt. Oder andersrum. Auf jeden Fall schlägt sich Oma beim Fangen nicht schlecht und hat den sich windenden Aal bald auf dem Arm. Mama hat derweil Brotbüchsen, Flaschen,  Hosen und Mützen eingepackt und auf geht's zum Auto. Vorbei am ersten Raum, in dem der Erzieher noch seinen Dienst schiebt und das letzte Kind beaufsichtigt. Als wenn nichts gewesen wäre - und es war ja auch nichts, wenn man mal vom Lärm und Mamas Kratz- und Bisswunden absieht - grüßen Oma und Mama nochmal freundlich,  wünschen einen schönen Feierabend und ein erholsames Wochenende. Und dann ab ins grelle, heiße Freie.

 Nicki darf zum Auto laufen. Putzig sieht es aus, wie sie mit nackigen Beinchen voran marschiert. Naja, eher watschelt und mit den Armen wedelt sie wie ein aufgescheuchtes Huhn. Aber nicht etwa zu Mamas Auto. Nein. Opa ist das Ziel. Denn Opa nimmt sie auf den Schoß und lässt sie an den ganzen tollen Knöpfen und Hebeln rund um das große Rad im Auto spielen. Mama und Oma können die bockigen Schwestern also "in Ruhe" in Mamas Auto setzen. Macht sich genauso beschissen wie die Buggys. Aber Mama bleibt cool und Herrin der Lage und - klack, klack - die Gurte sind drum. Sie richtet sich auf, atmet tief durch und nimmt Nummer drei entgegen, die von Oma "entführt und verschleppt" wurde und sich entsprechend theatralisch aufführt. Aber wie gehabt alles easy - klack - Nicki sitzt, Buggy in den Kofferraum, Mama hinters Steuer, tief durchatmen und los geht's.

 Fünf Straßen weiter wird die wertvolle Fracht ausgeladen. Die Maus, die vorne sitzt, heute Nicki, bekommt wie immer Mamas Autoschlüssel und dackelt damit stolz auf den Hof. Heut dürfen sie noch ein paar Minuten draußen spielen. Hanna macht sich sofort daran, das Spielzeugmoped rauszukramen, schwingt sich drauf und heizt los. Nina scharwenzelt noch ein wenig um Opa rum, der sich auf ein Mäuerchen gesetzt hat und dem Treiben zusieht. Und ihre Hoheit, das sehr verehrte Fräulein Nikola, entdeckt den Catwalk für sich. Auf einer langen Holzlatte balanciert sie, nach wie vor in Schlüpper und Hemd, auf und ab. Germanys next Topmausi steht fest.

 Aber es hilft alles nix. Oma und Mama atmen nochmal tief durch und dann werden die Ladies eingesackt und ins Haus verfrachtet. Wieder lärmend und widerspenstig. Aber Mama bleibt cool und Herrin der Lage und - klack, klack, klack - die Gurte der Füttersitze sind zu. Sie richtet sich auf, atmet tief durch und füllt die Tellerchen. Oma zieht währenddessen Schuhe und Socken aus. Es erklingt das nur allzu vertraute Geräusch von Sand, der auf den Küchenfußboden rieselt. Zirka ein Pfund pro Pranke. Und wohlwissend, was da auf uns zukommt, und in Anbetracht der Hitze, zieht Oma auch die Hemden aus. Nur im Schlüpper sitzen sie theatralisch jammernd am Tisch und beobachten jede Bewegung, die Mama macht. Es gibt Nudeln mit Tomatensoße. Und schon in den ersten Sekunden macht sich das Ausziehen bezahlt. Voller Gier wird der Löffel quer über den Teller gejagt und die ersten Nudeln landen auf den nackigen Bäuchen. "Oh!". Na egal, ist ja noch was auf dem Teller. Und das wird nun in die Schnuten geschaufelt. Und daneben. Und darüber. Und darunter. Na zum Glück ist Baden angesagt.

Mit vollen Bäuchen,  etwas träger als zuvor und mit Tomatensoßen-Ganzkörper--Kriegsbemalung stehen sie vor der Wanne und glotzen in die Fluten. Schlüpper aus. Windel ab. Eins rein. Zwei rein. Drei rein. Mama richtet sich auf und atmet durch. Und weiter geht's. Wässern, shampoonieren, einseifen und wieder wässern. Und nun dürfen sie noch ein bissl planschen. So viel Zeit muss sein. Plötzlich beginnt Nicki zu murren. Dann weint sie, richtet sich auf und streckt Mama die Ärmchen entgegen. "Kacka!".

 Ok, Töpfchen ran geholt, nasse Maus drauf, Handtuch drumrum und anfeuern: "Fein drücken, Nicki, fein drücken. Ja, fein. Schön kacka machen.". In der Wanne johlt es währenddessen ausgelassen weiter. Oma hat die Nixen aber im Blick. Mama macht also weiter: "Fein Kacka, Nicki. Schön drücken. Ja, so is fein.". Ein Kringel klingelt sich ins Töpfchen. Nicki schaut verdutzt ins hinein. Mama applaudiert ganz stolz. Und inna Wanne? Inna Wanne is es plötzlich so still. Und richtig - die Kacke is am Dampfen. Naja, genauer gesagt in Ninas Hand. Stolz streckt sie Mama ihr Kringelchen entgegen. Da hat Mama wohl n bissl zu dolle angefeuert. Und der Kringel is kein Einzelgänger. Hanna zeigt auf den Rest und will sich grad eine Seegurke angeln. "Raus aus der Wanne!", ruft Mama der Oma zu. Oma schnappt sich Hanna. Geradeso noch mit leeren Händen. Mama will den Scheißer grad rausnehmen, da bemerkt sie das rote Gesicht. Die Maus war noch mittendrin und voll dabei. Ok, dann kann der Rest auch in die Wanne. So schnell kriegt Mama jetzt keinen Topf ran. Und ehe was über den Badezimmerboden rollt, dann lieber noch fix zu den anderen Eiern legen. Völlig verdattert drein schauend werden die beiden dann fix abgeduscht, abgetrocknet, gewickelt und Opa und Oma übergeben, die sie ins Kuschelzimmer tragen.

 Nun fällt Mamas Blick auf Kakadu Nummer Eins. Nicki hockt noch immer artig auf ihrem rosa Töpfchen und beobachtet erstaunt das aufgeregte Treiben. Bissl wirkt sie, als würde sie sich fragen, ob sie beim nächsten Mal auch einfach in die Wanne kackern darf. So, wirklich geschimpft hat die Mami ja nicht mit Nina. Aber sie wird aus ihren Gedanken gerissen: "Stell dich hin, Nicki, Popo putzen.". Mami putzt und wickelt und ab mit ihr zu Opa und Oma. Und dann wieder zurück zum Tatort. Vorbei an dem ehemals weißen Küchentisch,  der jetzt an drei Seiten mit roten Fingerabdrücken und Schmierereien übersäht ist, und vorbei an den Sanddünen.

 Ok - fangen wir mit dem leichten Teil an. Das rosa Töpfchen leeren. Und dann - dann richtet sich Mama auf, schon sehr viel weniger cool, atmet tief ein,  bereut es sofort, würgt etwas und macht sich an die Arbeit. Zunächst mal bedauert sie, soviel Spielzeug in die Wanne gegeben zu haben. Hauptsächlich Enten und Becherchen in allen Farben und Formen. Aber das grenzt sich optisch wenigstens von den kleinen und großen braunen Bröckchen ab. Nun heißt es Spielzeug fischen. Ab ins Waschbecken, heiiiß abspülen und mit reichlich Desinfektionsspray benebeln. Dann zurück zum Seegurkenzuchtbecken. Nun die Matten raus. Wieder "würg". Gleich in die Waschmaschine damit. Jetzt der undankbarste Teil - Gürkchenfischen. Da geh ich jetz nicht ins Detail. Dann Wasser raus und Wanne schrubben. Und was wohl dann? Richtig - aufrichten und aufatmen.

 Und weiter geht's. Ab zur wilden Horde. Oma föhnt gerade Ninas Mähne. Die is damit nicht so ganz einverstanden und lässt Oma das auch wissen. Und spüren. Bissl pissig guckt die sonst so gelassene Oma inzwischen auch schon. Nicki hat indes Opa in Beschlag genommen. Zuvor hat sie, wie Mama zugetragen wurde, seinen Fluchtversuch vereitelt, indem sie sich an sein Bein geklammert hat. Und nun kuschelt sie sich an Opas Bauch, in der Rechten die Rosi und in der Linken Papis T-Shirt, mit dem sie schon seit dem Vorabend rumrennt. Mama lässt sich schnaufend auf die Matratzen im Kuschelzimmer plumpsen und - atmet tief durch.

Da kommt schon die wilde Horde an. Hanna tappelt mit Teddy aufm Arm über die Matratzen, lässt sich auf Mamas Schoß fallen und startet das Schmuseprogramm. Das sieht Nina gar nicht gern. Sie reißt sich von Oma los, stolpert in Richtung Mama und plumpst ebenfalls auf ihren Schoß. Sie schmiegt sich an Mama, mimt das brave Schmusekätzchen und rutscht dabei wie zuuufällig immer näher zu Hanna. Es wird gedrängelt, gezickt, gehauen und sogar schon die Schnuten bissbereit aufgerissen. Mama greift ein. Setzt beide runter. Beide ballen erst das Gesicht zur Faust, ziehen dann eine Schnute und fangen lautstark an, ihre Wangen zu wässern. Nicki,  mittlerweile von Opa ins Kuschelzimmer gesetzt, wittert ihre Chance. Ganz aufgeregt und so schnell sie ihre nackigen Beinchen auf dem weichen Untergrund tragen, eilt sie zu Mama und wirft sich ihr in die Arme. Rechts und links protestiert es nun noch lauter und nasser. Aber Mama bleibt cool. Nicki schaut zu ihr hoch und grinst triumphierend. Da kommt Oma schon mit den Flaschen mit der warmen Milch um die Ecke. Mama wird Nebensache. Sie gehen in Schlürfstellung und strecken die Händchen Richtung Oma. Erste Schnute verkorkt, zweite Schnute verkorkt, dritte Schnute verkorkt und dann: Synchronaufatmen bei Oma und Mama.

 Der Tag ist fast rum, die Zielfahne in Sicht. Die Pullen sind leer, die Bäuche voll, die Schnuten still und die Augen kleiner. Rosi, Teddy und Hasi (um genau zu sein, vier Hasis) rücken in den Fokus. "Nicki,  gehen wir ins Bett?". Die letzten Kräfte werden mobilisiert. Die 17 Stufen zu erklimmen, lässt sich keine der müden Mäuse entgehen. Sie watscheln mit nackten Füßen über das Laminat zu ihren Betten. Ab in die Schlafsäcke, Tuttis in die Mäulchen, Spieluhr an, "Gute Nacht.", Tür zu und dann: aufatmen.

Die Anspannung fällt ab. Ruhe kehrt ein. Das Schlachtfeld wird Papi überlassen. Er soll sich ja nicht ausgegrenzt fühlen, wenn er von der Arbeit kommt...

8.3.15 22:09, kommentieren

27.06.14

Nachmittags halb drei.

Papi kommt von der Arbeit. Alles ruhig im Haus. Mmh. Er schleicht zum Kuschelzimmer. Da liegen seine Weiber. Hanna und Nina auf ihren Kissen, Tutti im Schnabel und Kuscheltier im Arm. Mama quer davor und auf ihrem Bauch grunzt Nicki. Ebenfalls verkorkt und Püppi im Arm. Mama guckt kurz. Papa: "Ick jeh fix duschn!". Mama nickt. Papa huscht ins Bad, fein waschi waschi und ab zum Kleiderschrank, vorbei am Kuschelzimmer. Mittlerweile alle putzmunter. Hanna und Nina quietschen vor Freude ihren Papi zu sehen. Nur Nicki schaut etwas genauer hin. Da baumelt doch was. Mmh. Was könnte das sein? Dann macht es klick. Sie zeigt mit dem Finger drauf und schreit: "Papi kacka!!!"...

8.3.15 22:08, kommentieren